Freitag, Oktober 07, 2005

Schönes Wochenende!

So, liebe Leute- das Wochenende steht vor der Tür, und somit wird es wie immer vor Montag nur unregelmäßige bzw. möglicherweise auch gar keine Updates geben.

In der Zwischenzeit könnt Ihr Euch ja an ein paar Bildern von Bill Gates erfreuen, die in den Achtzigern in irgendeiner amerikanischen Zeitschrift erschienen sind:


Wunderbare Welt der Wissenschaft

Nicht nur die Träger der Nobel-Preise werden in diesen Tagen bekanntgegeben, sondern auch die Gewinner der Ignoble Awards. Das sind Auszeichnungen für Arbeiten, die einerseits seriösen wissenschaftlichen Standards entsprechen, andererseits aber sehr sinnlose bzw. abgefahrene Dinge zum Gegenstand haben- mit anderen Worten: die erfrischende Kombination von Forschung und Anarcho-Humor.
In den vergangenen Jahren zählten zu den geehrten Wissen- schaftlern...

  • Jack Harvey und Kollegen für eine Analyse der Reibungswiderstände, die es beim Ziehen von Schafen über verschieden beschaffene Arten des Untergrunds zu überwinden gilt (2003)
  • C.W. Moeliker für die Dokumentation des ersten der Wissenschaft bekannten Falls von homosexueller Nekrophilie unter Stockenten (2003)
  • Karl Kruszelnicki für eine soziologische Erhebung zu den Fusseln, die sich im Bauchnabel zu sammeln pflegen (2002)
  • George und Charlotte Blonsky für die Entwicklung einer Vorrichtung, die werdenden Müttern die Niederkunft erleichtern soll: die in den Wehen befindliche Frau wird auf einen Tisch geschnallt, der sich daraufhin per Knopfdruck mit hoher Geschwindigkeit zu drehen beginnt (1999)

Niftyfifty SciFi


Eine schöne Sammlung von Horror- und Science Fiction-Filmen der Fünfziger und Sechziger Jahre- komplett mit Bildergallerien und Sounddateien. Vertreten sind unter anderem Klassiker wie Krieg der Welten oder Der Blob.

Donnerstag, Oktober 06, 2005

Abteilung Skurriles

Yahoo! berichtet Folgendes:

Chinesischer Wanderkünstler formt Himalaya aus Schweineexkrementen

Binic (AFP) - Ein chinesischer Wanderkünstler hat eine kleine Gemeinde in der Bretagne mit einem "Himalaya" aus Schweineexkrementen beglückt. Der 34-jährige Mu Yuming, der sich auf einer Weltreise befindet, stellte sein anrüchiges Kunstwerk im nordwestfranzösischen Binic aus. Auch wenn manche Besucher den stinkenden Berg aus Jauche und grünen Algen als Provokation empfinden dürften, für die Gegend um den 3200-Seelen-Ort hat er einen hohen Symbolwert: Die Fäkalien aus der dort weit verbreiteten Schweinezucht verursachen im Département Côtes-d'Armor seit Jahren schwere Umweltprobleme. Mit zahlreichen aufgesteckten US-Fähnchen lässt der Berg allerdings auch andere Interpretationen zu.

Was soll man dazu noch sagen? Vielleicht das: da ich mir den restlichen Tag mit einer Migräne versüßen werde, ist erst morgen wieder mit Updates zu rechnen...

Traut Euren Augen nicht

Eine schöne Seite mit vielen optischen Täuschungen, die ausführlich und wissenschaftlich fundiert (der Webmaster der Seite ist immerhin Professor an der Uni-Augenklinik zu Freiburg) erklärt werden.

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Breaking News

Nach einem Bericht von Reporter ohne Grenzen hat die Regierung von Saudi-Arabien ihren Bürgern den Zugang zu allen Internet-Seiten gesperrt, die auf blogger.com gehostet werden. Als der Bevölkerung klar wird, daß davon auch Christians Ecke betroffen ist, spielen sich in Riad tumultartige Szenen ab:

Demut vor Mutter Natur

Frisch aus dem Ticker- ein bestürzender Augenzeugenbericht zu den Auswirkungen der Klimakatastrophe:

With all the news on TV lately about the extreme weather conditions affecting the East Coast of the US, the mud slides in the Middle East and South America, the flood that made it's mark on Southern England, along with the dire predictions made by such films as The Day After Tomorrow, we shouldn't forget that the North West of England has its share of devastating weather too.

I've attached a photo illustrating the damage caused to my home from a storm that passed through the Tarleton only last week. It really makes you cherish what you have, and reminds us not to take things for granted!

Das erwähnte Bild. (weitergeleitet von Marcus- danke dafür!)

Ein Kessel Buntes

Eine Zusammenstellung der hundert bedeutendsten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts.

Guess the dictator and/or Television Sit-Com Charakter: "Pretend to be a dictator or television sitcom character. I'll try to guess who you are by asking simple yes/no questions. If you're not sure of the answer to a question, answer "No". If you forgot who you were pretending to be, go take a nap, you're obviously under too much stress. Also, drink plenty of fluids."

Moskau ist berühmt für seine Metro-Stationen- und zwar zurecht. Hier findet Ihr Bildergallerien zu vielen einzelnen Stationen, die über einen Stadtplan anwählbar sind.

Der Persönlichkeitstest der Woche

Wo Du Dich politisch einordnen mußt, kannst Du beim Politics Test rausfinden. Meine Ergebnis:

You are a social liberal (73% permissive)

...and an economic liberal (28% permissive).

You are best described as a Democrat. You exhibit a very well-developed sense of Right and Wrong and believe in economic fairness.

Je nun- damit kann ich leben. (via Presurfer)

Dienstag, Oktober 04, 2005

Wohl, wohl!

Da ist jeder weitere Kommentar überflüssig:

Tipps für die Videothek

Wenn Ihr das nächste mal mit Eurer Freundin in der Videothek steht und Euch nicht einigen könnt, ob Ihr 'Vom Winde verweht' oder 'Hellraiser XIV: Massaker im Müttergenesungsheim' ausleihen sollt, dann greift doch auf 'Shining' zurück, denn 'Shining' ist
  • von Kubrik und damit ein Meisterwerk
  • eine romantische Komödie, die ans Herz geht
Glaubt Ihr nicht? Dann schaut Euch diesen Trailer an. (via Cynical-C)

Virtuelles Klassentreffen

Es gibt (mindestens) zwei deutschsprachige Seiten im Internet, auf denen man sich nach Schule und Abschlußjahrgang geordnet auf die Suche machen kann nach früheren Klassenkameraden oder jenem zwei Jahre älteren Mitschüler, den man aufgrund vieler gemeinsamer Pausenhof-Erinnerungen nach fünf Jahren Karate-Training gerne wiedersehen möchte: StayFriends und Passado.
Eine schöne Sache, die aber ganz und gar vom Mitmachen lebt. Deshalb am besten nicht nur nach anderen Leuten stöbern, sondern gleich selbst registrieren und auffindbar werden (es sei denn, Euch verbinden viele gemeinsame Pausenhof-Erinnerungen mit zwei Jahre jüngeren Mitschülern).

Montag, Oktober 03, 2005

Buchtipp der Woche

Dem einen oder anderen ist sicher Der tiefere Sinn des Labenz bekannt, in dem Situationen, Gefühle und Gegenstände benannt werden, die zwar jeder kennt, für die es aber keinen eigenständigen Begriff gibt (wie zum Beispiel die Situation, wenn einem in einem langen Gang ein flüchtiger Bekannter entgegen kommt, man aber nicht schon aus zwanzig Metern Entfernung winken und "Guten Tag!" brüllen will und deshalb so tut, als habe man ihn erst auf den letzten drei Metern entdeckt).
Ein ähnlicher Gedanke liegt The meaning of Tingo zugrunde: hier werden Wörter gesammelt, die Situationen wie die oben beschriebene oder teilweise auch sehr skurrile Vorgänge bezeichnen, für die es aber im Gegensatz zum Sinn des Labenz sehr wohl Begriffe gibt- eben nur nicht im Englischen bzw. im Deutschen. Oder kennt Ihr etwa einen treffenden deutschen Ausdruck für...

GRILAGEM (Brasilien): eine Grille in einen Karton mit frisch gefälschten Dokumenten sperren, bis ihre Ausscheidungen den Unterlagen einen vergilbten und damit alten Eindruck verleihen

KUALANAPUHI (Hawaii): Berufsbezeichnung für denjenigen, der mit einem Palmwedel die Fliegen vom schlafenden Häuptling fernhält.

SQUADRETTA (Italien): Gefängnisaufseher, die darauf spezialisiert sind, Häftlinge zu vermöbeln

NYLENTIK (Indonesien): jemandem mit dem Mittelfinger ans Ohr schnicksen

KUSUKUSU (Japan): das unterdrückte Kichern und Tuscheln einer Gruppe von Frauen

TSUJI-GIRI (Japan): ein neues Schwert an einem Passanten ausprobieren

(via Presurfer)

Zum 3. Oktober


Die deutsche Wiedervereinigung- ein Tag, der nicht nur untrennbar mit Freude, sondern auch mit großen Illusionen verbunden war:
"Wenn jetzt nach der Wiedervereinigung demnächst auch noch all die Fußballer aus dem Osten dazukommen, dann wird Deutschland auf Jahre hinaus unschlagbar sein." Franz Beckenbauer, 1990.


Der schwarze Kanal war eine Propaganda-Sendung, in der der "großmäuligste Polemiker der DDR" (Süddeutsche Zeitung am 09.01.1972) Karl Eduard von Schnitzler den Genossen im Arbeiter- und Bauernstaat dreißig Jahre lang die Wahrheit über den Westen erzählte- oder das, was sie dafür halten sollten...
Das Deutsche Rundfunkarchiv bietet zu 'Sudel-Ede' und seiner Show zahlreiche Bild- und Tonquellen, sowie Textdokumente.


Die Chronik der Wende des RBB enthält eine Fülle von Informationen, die für jeden einzelnen Tag vom 7. Oktober 1989 bis zum 1. März 1990 abrufbar sind.


2 + 4 = 1. Nicht etwa ein Auszug aus meinem Mathe-Abitur (obwohl auch das nicht völlig abwegig wäre), sondern die Formel, die die außenpolitischen Aspekte der Wiedervereinigung auf den Punkt bringt. Eine optisch nicht sehr schöne, aber ausführliche und mit vielen Dokumenten angereicherte Chronik dazu gibt es hier.

Samstag, Oktober 01, 2005

Sie sind unter uns!!!

Gerade eben im Supermarkt: vier ältere Herren im grauen Anzug, deren Krawatten ebenso den Siebziger Jahren entsprungen zu sein scheinen wie ihre Frisuren, stellen sich an der Kasse an. Jeder von ihnen hat einen oder zwei kleinere Artikel in der Hand. Als der ältere Herr Nr. 4 direkt vor mir an der Reihe ist, reicht er der Kassiererin zuerst seine Flasche billigen Korn und dann einen 500€-Schein. "60 Cent? Oder zehn?", fragt die Verkäuferin. Der ältere Herr Nr. 4 runzelt die Stirn, eine etwa fünfsekündige Pause entsteht. Schließlich ringt er sich doch noch zu einer Antwort durch: "Nein, danke.", wartet auf sein Wechselgeld und schließt sich wieder den älteren Herren Nr. 1-3 an, die die Szene ein paar Meter entfernt mit ausdruckslosem Gesicht beobachtet haben. Danach verschwinden alle vier zielstrebig, aber ohne Hast durch den Ausgang hinein in die anbrechende Dunkelheit.
Der Tag ist also gekommen- die Invasion ist in vollem Gang. Ich bin sofort nach Hause und habe meinen Nacken auf Narben und meinen Ar restlichen Körper auf Sonden untersucht, habe aber anscheinend nochmal Glück gehabt. Ich werde mich jetzt in meiner Wohnung verbarrikadieren und so lange aushalten, wie es irgendwie geht. Macht's gut, und denkt daran: solange sich in der kalten Asche unserer ausgeglühten Städte noch irgendwo Leben regt, ist die Menschheit nicht verloren.