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Mittwoch, März 31, 2010

Um es nochmal zu wiederholen...

Zum Thema Internetsperren ist ja eigentlich alles gesagt - nur ist es bei vielen Leuten offensichtlich noch nicht angekommen, wie ein jüngst gesendeter Tagesschau-Bericht zur Diskussion über die aktuelle Initiative der EU-Kommissarin Malmström zeigt. Dort blickte der Brüssel-Korrespondent der ARD empört in die Kamera und grollte: "Wie man etwas gegen die Bekämpfung von Kinderpornografie haben kann, ist nicht recht nachvollziehbar."

7 gute Gründe, warum Netzsperren kein geeignetes Mittel im Kampf gegen Kinderpornos sind.

Donnerstag, März 11, 2010

Mütter, scheucht Eure Kinder von der Straße!

Wer sich nicht scheut, der erschröcklichen Wahrheit über die unglaublich mächtige, hochgradig gefährliche "Killerspiel-Lobby" ins Auge zu blicken, dem sei folgender Kommentar aus dem Tagesspiegel empfohlen: Winnenden und die Killerspiel-Lobby. (via)

Bosbach, handeln Sie endlich!

Montag, Februar 01, 2010

Frisch aus dem Ticker - Soll und Haben

Die Initiative Nachrichtenaufklärung will Berichtenswertes, das von den Massenmedien vernachlässigt wurde, ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Dafür werden jedes Jahr zehn Themen gekürt, denen der Mainstream-Journalismus nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet hat. Hier findet Ihr die Top Ten für 2009.

Donnerstag, Oktober 15, 2009

Abt. Killerspiele

Als Recherche-Hilfe mit einem halben Augenzwinkern sind diese Tipps für Journalisten gedacht, in denen populäre Irrtümer und weit verbreitete, aber irreführende Methoden der Berichterstattung zum Thema Ego-Shooter übersichtlich aufgeführt werden. Das sollte sich auch Wolfgang Bosbach bei Gelegenheit ausdrucken...

Mittwoch, Oktober 07, 2009

Dieser Post ist ein Angriff auf die Würde des Menschen

...zumindest sieht man das so bei der BILD-Zeitung, bekanntlich eine Vorkämpferin in Sachen Wahrung der Menschenwürde - es sei denn, es geht um Tatverdächtige, Tatopfer, Prominente, psychisch Kranke, unliebsame Kollegen, Politiker ohne CDU-Parteibuch, Ausländer, Selbstmörder oder Personen, die eine Zusammenarbeit mit der Springer-Presse verweigern. Geht es jedoch um die Leserschaft der BILD, hört der Spaß auf. Das musste auch die taz erfahren: Die Berliner Zeitung wurde aufgrund eines Werbespots verklagt, der angeblich einen Angriff auf die Würde der BILD-Leser darstellte. Das war 2005; da BILD in den ersten beiden Instanzen recht bekam, durfte der Spot nicht mehr gezeigt werden.

Nun wurden diese beiden Urteile vom Bundesgerichtshof kassiert: Der Clip sei eine erkennbare Überspitzung und somit keine allgemeine Herabwürdigung der BILD-Leser, sondern eine zulässige Form von Humor. Und weil das so ist, zeige ich ihn hier gerne nochmal (Hinweis via Email von Steffen - danke dafür!):


Montag, September 28, 2009

Abt. Wahlanalyse

Aus der Presseschau bei SpOn:

"Die Krise hat das Versagen eines bestimmten Liberalismus gezeigt, doch in Deutschland haben die Liberalen gewonnen."
Libération (Paris)

"Deutschland [hat sich] jetzt leider italienisiert. Es hat aufgehört, in der Tendenz bipolar zu sein und ist fünfpolig geworden. [...] Der alte deutsche Konsens, begründet auf den Wechsel zwischen ebenso verantwortlichen wie zuverlässigen politischen Kräften, hat einen Riss bekommen. Die Bundesrepublik ist heute weniger stabil und vorhersehbar."
Corriere della Sera (Mailand)

"Die großen Volksparteien sind geschwächt wie nie zuvor, während die Flügel zulegten."
Jyllands-Posten (Århus)

"Das Ergebnis von 23 Prozent erwies sich dann als noch schlimmer als befürchet."
Aftonbladet (Stockholm)

"Für die CDU stimmten nicht viel mehr als 30 Prozent der Wähler. Das ist eins der schlimmsten Ergebnisse in der Geschichte der Christdemokraten [...]."
Gazeta Wyborcza (Warschau)

Dass mich als Sozi die Niederlage der SPD schmerzt, auch wenn sie zu erwarten war, ist eine Sache. Aber das derartige Abschmieren der (ehemaligen?) Volkspartei sollte jeden nachdenklich machen, dem an einem stabilen politischen System in der Bundesrepublik gelegen ist. Etwaige Häme von Anhängern der CDU oder FDP ist daher bei aller zugestandenen Freude über den Sieg gänzlich unangebracht - zumal gerade die CDU/CSU gut daran täte, ihr eigenes Wahlergebnis als denkbar schlecht wahrzunehmen, auch wenn es am Ende gereicht hat. Man darf nicht vergessen: Die Union ist nach wie vor das einzige Sammelbecken für konservative Wähler in Deutschland, während die Grünen sowie die Linken Alternativen zur SPD bilden. Früher oder später könnte der CDU aber ein ähnliches Schicksal blühen, womit die sich abzeichnende "Italienisierung" (s.o.) vollendet wäre. Das ist in einer Demokratie zwar legitim; die Grünen und die Linken sind in keiner Weise moralisch verpflichtet, die SPD zu schonen. Sorgen machen darf es einem jedoch trotzdem.

Fazit: Mit Ausnahme von Leuten am äußeren linken oder rechten Spektrum, denen die drohende Destabilisierung der Parteienlandschaft durchaus gelegen kommt, hat heute eigentlich niemand Grund zur Zufriedenheit. Und dass fast 15% der Wähler einer liberalen Partei die Lösung der Krise anvertrauen, die durch den Neo-Liberalismus der vergangenen Jahre ermöglicht wurde, ist die Cocktailkirsche auf diesem ganzen dampfenden Haufen Scheiße.



Mittwoch, September 23, 2009

Frisch aus dem Ticker II

Tu felix Austria! In diesem überaus lesenswerten Artikel wundert sich ein Österreicher über die Zustände in Deutschland:
"[...] In demokratisch verfassten Gegenden gilt aus guten Gründen meist die Regel, dass Betreiber von Kommunikationsdiensten nicht für die Untaten ihrer Nutzer verantwortlich zu machen sind. Also beispielsweise kann eine Telefonfirma nicht dafür belangt werden, wenn Verbrecher am Telefon Verbrechen besprechen. In Deutschland ist das im Internet längst nicht mehr so. [...]"

(via)

Montag, September 21, 2009

Frisch aus dem Ticker

Nicht, dass ich immer und in allem einer Meinung mit Thea Dorn wäre - aber in diesem Kommentar zu einer Erklärung von 25 Prominenten, die einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan* fordern, sagt sie vieles, was einfach mal dringend gesagt werden musste.

*das zu fordern, ist in einer pluralistischen Gesellschaft legitim. Allerdings bleiben auch dort halbgare Argumente halbgar.

Mittwoch, September 02, 2009

Big Brother is watching you

Hier findet Ihr eine überaus lange Liste von Dingen, die verschiedene staatliche Stellen und wirtschaftliche Unternehmen über uns speichern. (via)

Montag, August 31, 2009

Ganz schön traurig

Oktober 1989: In diesem Herbst, hat mir eine gebürtige Dresdnerin in meinem Alter erzählt, sind ihre Eltern immer abwechselnd zu den Montagsdemonstrationen gegangen, um wie hunderttausende anderer DDR-Bürger freie Wahlen zu fordern. Abwechselnd deshalb, damit noch einer für die Kinder da ist, wenn der andere inhaftiert wird. Oder noch Schlimmeres passiert.

August 2009: Als ich eines Abends nach Hause komme, fällt mein Blick auf den Karton, der unter den Briefkästen in unserem Haus steht und zur Entsorgung von Altpapier gedacht ist. Dort liegt - zwischen ALDI-Sonderangeboten, Pizza-Flyern und sonstigem unerwünschten Ramsch - eine Wahlbenachrichtigung für die gestrige Landtagswahl.

Ganz schön traurig.

Donnerstag, August 27, 2009

Frisch aus dem Ticker

Ja, ja. Wer gegen Zensursulas Internet-Blocker ist, befürwortet Kinderpornos und wer allgegenwärtige Überwachungskameras ablehnt, unterstützt Kriminelle und Terroristen. Dabei können Kameras Anschläge und sonstige Verbrechen nicht verhindern, sondern maximal deren Aufklärung erleichtern - dachte ich bisher. In der Praxis trifft noch nicht einmal das zu, wie dieser Artikel auf ZEIT online belegt. Er beschäftigt sich u.a. mit den Verhältnissen in Großbritannien. Dort kommt zwar eine Kamera auf 14 Bürger (!), dennoch ist kaum eine präventive Wirkung oder wenigstens eine merklich höhere Aufklärungsquote bei Straftaten feststellbar.

Wie sage ich immer so schön? Wer Kameras an öffentlichen Plätzen fordert, sollte auch Ja zur Überwachungskamera im eigenen Schlafzimmer sagen - immerhin ist klar belegt, dass der Großteil aller Fälle von Vergewaltigung und sexuellem Kindesmissbrauch in den privaten vier Wänden stattfindet. Wer keinen Dreck am Stecken hat, hat nichts zu befürchten.

Samstag, Juni 20, 2009

Frisch aus dem Ticker II

Zum Thema "Mitverantwortung der Musikindustrie am Erfolg von illegalen Online-Tauschbörsen" ist zwar eigentlich schon alles gesagt, angesichts der teilweise unsäglichen Urheberrechtsdebatte tut es aber trotzdem gut, es hin und wieder nochmal zu lesen: Popgeh statt Popkomm.

Donnerstag, Juni 18, 2009

Frisch aus dem Ticker

Wer hätte gedacht, dass das zunehmend auf populistische Boulevard-Scheiße festgelegte Online-Angebot des Spiegels noch mal was ver- öffentlicht, das man gerne verlinkt? Hier findet Ihr eine gar köst- liche Glosse zum Vorwurf u.a. der taz, die aktuelle Wirtschaftskrise würde einschließlich der staatlichen Gegenmaßnahmen sexistische Züge tragen.

Freitag, April 10, 2009

Frisch aus dem Ticker

Was sich die deutsche Medienlandschaft nach dem Amoklauf von Winnenden geleistet hat, reicht in Sachen Sensationsgeilheit und Schamlosigkeit schon beinahe an die skandalösen Ereignisse rund um das Gladbecker Geiseldrama von 1988 heran.

In diesem ZEIT-Artikel erzählen die Eltern eines Opfers, wie sie das Verhalten vieler Journalisten in den Stunden und Tagen nach der Tat erlebt haben - das liefert zwar wenig neue Erkenntnisse, ist aber trotzdem empörend und auf jeden Fall lesenswert.

Donnerstag, März 12, 2009

Ein paar Gedanken am Rande

Zum gestrigen Amoklauf selbst ist eigentlich alles gesagt, was man im ersten Moment sagen kann - und das ist wenig angesichts eines Verbrechens, das vor allem sprachlos macht. Diese Tatsache hält allerdings zahllose Möchtegern-Experten nicht davon ab, in den Medien sehr viel zu reden. Es sei daher aus aktuellem Anlass nochmal das Folgende zu den beiden Themen Waffenrecht und Egoshooter erläutert:

Dass es legal ist, 16 Waffen bei sich zu Hause zu haben, ist in der Tat diskussionswürdig - im Zusammenhang mit extremen Kreisen, die dadurch flächendeckend aufrüsten oder große Anschläge verüben könnten. Nicht jedoch im Hinblick auf Amokläufe: Da reicht eine einzige Pistole, wie gestern auf erschreckende Weise demonstriert wurde. Und eine weitere Verschärfung des Waffenrechts wäre im aktuellen Fall ungefähr so, als würde man die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften von 50 km/h auf 25 km/h senken, weil jemand in der Stadt mit 100 km/h ein Kind totgefahren hat. Will sagen: Der gestrige Amoklauf wurde nicht durch zu lasche Gesetze ermöglicht, sondern dadurch, dass sich der Vater des Täters nach momentanem Erkenntnisstand nicht an die bestehenden Vorschriften gehalten hat. Sinnvoll sind also verschärfte Kontrollen sowie ggf. verschärfte Konsequenzen bei Verstößen, aber nicht zwangsläufig verschärfte Gesetze.

Ebenfalls diskussionswürdig sind Egoshooter, wobei diskussionswür- dig hier nicht im Sinne von "die gehören eigentlich verboten" zu verstehen ist - dieser Meinung kann man in einem freien Land sein, muss man aber nicht. Erst recht nicht, wenn es explizit um Amokläufe geht: Ein Kausalzusammenhang lässt sich nicht alleine daraus konstruieren, dass (fast) alle Täter der letzten Jahre solche Spiele konsumiert haben, denn dieses "Merkmal" trifft auf einen großen Teil der männlichen Bevölkerung zwischen 15 und 35 zu. Ein Verbot von Egoshootern zur Verhinderung von Amokläufen entspricht einem generellen Verbot von Alkoholkonsum zur Verhinderung von häuslicher Gewalt: Dass Alkohol die Hemmschwelle prügelnder Ehemänner und Väter senkt, kann niemand bestreiten. Dass die Motivation, die eigene Frau zu verdreschen, in der Persönlichkeit und nicht im Feierabend-Bier begründet liegt, allerdings auch nicht.

Vielleicht wäre es gut, einfach ein paar Tage innezuhalten, die Polizei ihre Ermittlungsarbeit machen zu lassen und schließlich mit fundierteren Erkenntnissen und etwas mehr innerem Abstand über Ursachen und Lehren des Amoklaufs von Winnenden zu sprechen. Ach ja, und noch was: Liebe ARD, wenn Ihr nochmal ein Interview mit einer in Tränen aufgelösten Jugendlichen sendet, in deren Schule vor fünf Stunden mehrere Bekannte erschossen wurden (so geschehen im gestrigen "Brennpunkt" ab 20:15 Uhr), fahre ich persönlich nach Hamburg und schiffe Euch in den Briefkasten.

Dienstag, Februar 24, 2009

Klüger werden mit Christians Ecke

Wer sich ebenso schwer wie ich tut, die Ursachen und Hintergründe der aktuellen Finanzkrise zu durchschauen, wird diese Animation sehr hilfreich finden: Anschaulicher und leichter verständlich hat es mir bislang noch keiner erklärt, auch wenn sich der Film auf die Situation in den USA beschränkt.


Teil 1

Teil 2

Dienstag, Februar 03, 2009

Home, sweet home?

The places we live ist eine überaus interessante, multimediale und interaktive Diashow über den weltweit am schnellsten wachsenden urbanen Lebensraum - den Slums. (Soundwarnung!)

Donnerstag, Januar 08, 2009

Manchmal muss es Dresche sein.

People who deserve it ist ein Blog, das sich den Typen widmet, die sich beim Husten nicht die Hand vor den Mund halten können. Oder die quer über die Klobrille brunzen. Oder die im Bus sitzen und mit 120 Dezibel in ihr Handy brüllen. Oder bei denen man aus anderen Gründen allein für seine Gedanken Sicherungsverwahrung kassiert.

Donnerstag, November 27, 2008

Eine Studie, zwei Interpretationen

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit dem Maß an Akzeptanz von rechtsradikalem bis -extremem Gedankengut in der deutschen Gesellschaft beschäftigt. Dabei wurde das traditionell eher heterogene Gewirr an rechten Überzeugungen in sechs Grobkategorien unterteilt - Befürwortung einer Diktatur, Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Sozialdarwi- nismus und Verharmlosung des Nationalsozialismus - und jeweils drei Aussagen formuliert, zu denen die Befragten Zustimmung bzw. Ablehnung äußern konnten. Zum Beispiel: "Es gibt wertvolles und unwertes Leben." Die Studie ist an und für sich schon sehr interessant und kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Sehr aussagekräftig ist aber darüber hinaus, wie unterschiedlich die Studie bei Spon und ZEIT online interpretiert wird. Beim Spiegel pflegt man seit Jahren hingebungsvoll zwei Feindbilder: Christen und Ostdeutsche. Letzteres wird auch im Artikel zur Studie deutlich. Dort ist Rechtsextremismus wie eh und je in allererster Linie ein Problem der neuen Bundesländer - dass die rechtsextremen Tendenzen deutschlandweit insgesamt rückläufig sind, sei darauf zurückzu- führen, dass der starke Rückgang im Westen die Zunahme im Osten kompensiert. Der ehemalige Spiegel-Chef Stefan Aust hatte zu diesem Thema schon vor Jahren schwadroniert, dass eine Heranführung an die Demokratie bei der jungen Generation in Ostdeutschland eben nicht gelungen sei. Diese Arroganz und Vorverurteilung begegnet einem bei Spiegel-Artikeln regelmäßig, wie auch das aktuelle Beispiel zeigt.
Zu deutlich anderen Rückschlüssen kommt man bei ZEIT online, wo gleich im ersten Drittel des Artikels die Autoren der Studie mit der Aussage zitiert werden, dass "Rechtsextremismus eben kein Ostproblem ist". Stattdessen "führt" Ostdeutschland zwar in den Kategorien Befürwortung einer Diktatur, Chauvinismus und Auslän- derfeindlichkeit, dafür sind in den alten Bundesländern antise- mitische, sozialdarwinistische und den Nationalsozialismus verharmlosende Einstellungen verbreiteter. Insgesamt schenken sich beide Landesteile nicht viel: Der Anteil der im Rahmen der Studie als rechtsextrem eingestuften Befragten liegen im Osten bei 7,9%, im Westen bei 7,5%. Entscheidender als eine Ost/West-Einteilung seien regionale Unterschiede. So liegen Bayern und Sachsen-Anhalt bei der Ausländerfeindlichkeit mit gut 39% gleichauf, und Antisemitismus ist vor allem in Süddeutschland anzutreffen.
Fazit: Auch in Westdeutschland ist es allerhöchste Zeit, aufzuwachen, mag der Spiegel Scheuklappen anlegen, wie er will. Denn auch das ist ein Ergebnis der Studie: Rechtsextremes Gedankengut hat die Tendenz, sich in den Köpfen zu verfestigen, wenn ihm nicht entschieden entgegengetreten wird. Und es betrifft eben nicht mehr nur die Skins mit Bomberjacke und Springerstiefeln, sondern längst auch die Mitte der Gesellschaft - Lehrer, Hausfrauen, Briefträger, die nette Oma von nebenan. Hier eine klare Stellung zu beziehen ist nicht nur die Aufgabe der Politik, sondern es geht uns alle an.