Scheiße, warum fluchen wir eigentlich? Hier findet Ihr einen ziem- lichen langen, aber durchaus interessanten Artikel, der sich diesem Thema von verschiedenen Richtungen nähert.
Dienstag, Oktober 16, 2007
Montag, Oktober 15, 2007
Noch mehr alte Bilder
Die Bibliothek von Los Angeles präsentiert auf ihrer Homepage eine ganze Reihe von interessanten Bildergalerien aus vergangenen Tagen. Erfreulicherweise sind die Fotos oft mit kurzen Erläuterungen versehen und erlauben so einen interessanten Einblick in die kalifornische Alltagswelt von den 1920ern bis in die Mitte der 1960er.
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Im Westen nichts Neues
Allen, die sich einen kurzen Überblick über den Ersten Weltkrieg verschaffen wollen, sei diese animierte Karte auf der Homepage der BBC empfohlen. Dort werden die wichtigsten Schlachten und Entwicklungen an der Westfront knapp und übersichtlich erläutert. Auch sonst lohnt sich das Stöbern in der Geschichtsabteilung dieser Seite, die Ihr links unter 'Topics' findet.
Tja, und warum kriegen unsere öffentlich-rechtlichen Medien solche Internet-Auftreitte nicht hin?!
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Sachen gibt's...
Hier findet Ihr eine Liste von zehn reichlich bizarren Phobien. Schön, daß meine Ergasiophobie endlich als Krankheitsbild anerkannt wird!
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Freitag, Oktober 12, 2007
Schönes Wochenende!
Und wieder mal ist es soweit - das Wochenende steht vor der Tür. Er- holt Euch gut, macht was Schönes und denkt daran: vor Montag wird es wie immer nur unregelmäßige, möglicherweise auch gar keine Updates geben.
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Persönliches
...und noch eine Liste
Craigslist ist eine Online-Community, in der die Leute von Klein- über Kontaktanzeigen bis hin zu allgemeinen Statements über Gott und die Welt so ziemlich alles posten können. Hier hat jemand seine per- sönliche Top 10 der besten (sprich: schrägsten) Posts zusammen- gestellt. Und die sind gerne mal nsfw; betrachtet Euch hiermit als gewarnt.
Für Hörspiel-Fans
Manche Klassiker unter den Jugendbüchern und -hörspielen transportieren Werte, die auf den zweiten Blick reichlich bedenklich erscheinen. Ich habe tatsächlich mal mit dem Gedanken gespielt, meine Magisterarbeit über die anti-pluralistischen Tendenzen im Internat auf Burg Schreckenstein zu schreiben. Wer nämlich das Pech hat, von seinen Eltern auf dieser Schule angemeldet zu werden, muß sich voll und ganz dem Verhaltenskodex der 'Ritter' (wie sich die Schüler nennen) unterwerfen. Konkret bedeutet das: unter keinen wie auch immer gearteten Umständen lügen, Zwang zur täglichen körperlichen Ertüchtigung, kompletter Verzicht auf Alkohol und Tabak unabhängig vom Alter und andere Dinge mehr. Wer sich nicht beugt, wird mitunter durch Methoden 'überzeugt', die im echten Leben schon mal bei der einen oder anderen Staatsanwaltschaft auf Interesse stoßen würden. Dieses Prinzip institutionalisierter Gruppendynamik - Kameradschaft für Wohlverhalten, Strafe bei Abweichung - machen sich totalitäre Systeme seit jeher bei ihren Jugendorganisationen und darüber hinaus zunutze.
Und wie komme ich jetzt überhaupt darauf? Alex verlinkt zwei Arti- kel, die in eine ähnliche Richtung gehen: Politik bei Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg, eine furztrockene eher wissenschaft- liche Veröffentlichung bei der Bundeszentrale für politische Bildung, und die sowohl unterhaltsame als auch bedenkenswerte Abhandlung TKKG, die Nazis in spe.
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Mal wieder eine Liste
Diesmal: die sechs garstigsten Lebensmittel der Welt. Ihr solltet beim Lesen zur Sicherheit einen Eimer oder eine Plastiktüte be- reithalten...
Donnerstag, Oktober 11, 2007
Alte Bilder
Vintage Photographs ist eine Online-Community, in der Mitglieder al- te Bilder posten können. Und die sind häufig reichlich skurril, unfrei- willig komisch oder schlicht mächtig interessant.
Um zu älteren Beiträgen zu gelangen, müßt Ihr links oben auf 'previous 25 entries' klicken.
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Abt. Kommunalpolitik
Der Bürgermeister von Belfast hat zur Zeit ein Problem der be- sonderen Art. Anläßlich eines PR-Termins im Botanischen Garten der Stadt wollte er den versammelten Journalisten etwas bieten - und das gelang ihm auch. Er nahm Anlauf und versuchte, über eine vor ihm kniende, als Tomate verkleidete Stadtangestellte hinwegzuhüpfen. Dabei verschätzte er sich jedoch geringfügig und rammte der armen Frau sein rechtes Knie derart gegen den Hinterkopf, daß sie einen Bandscheibenvorfall erlitt. Das Ganze ereignete sich am 4. Septem- ber; das 'Opfer' ist nach wie vor krank geschrieben.
Hier findet Ihr Details und vor allem Bilder!
Mal wieder eine Liste
Diesmal: zehn tatsächliche Bezeichnungen von bekannten Dingsbums- Gegenständen. Leider sind sie auf englisch, und einige der Be- zeichnungen sind im Deutschen durchaus gebräuchlich. Andererseits wußte ich aber zum Beispiel noch nicht, daß diese 'Kerbe' zwischen Nase und Oberlippe oder das Plastik-Dingsbums, das Schnürsenkel vor dem Aufdröseln bewahrt, einen ganz offiziellen Namen haben.
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Mittwoch, Oktober 10, 2007
Meine Meinung
So langsam ist's gut! Was da zur Zeit um Eva Herman stattfindet, hat eine Eigendynamik entwickelt, die reichlich unverhältnismäßige Blü- ten treibt. Dazu hat die Ex-Moderatorin zweifellos selbst beige- tragen: sie ist lange genug Journalistin, um zu wissen, daß positive Aussagen über die NS-Zeit zu Reaktionen führen, die so vorhersehbar wie berechtigt sind. Und daß Begriffe, die dem Vokabular des Dritten Reichs entliehen sind ("gleichgeschaltete Presse"), die Debatte zusätzlich verschärfen müssen. Dummheit? Politische Überzeugung? Ich kenne Eva Herman nicht und kann mir daher kein Urteil bilden. Ihre langjährige Kollegin Bettina Tietjen, die sich im Interview ohne wenn und aber von Hermans Aussagen distanziert hat, ist jedenfalls überzeugt: "Eva ist kein Neonazi." (Quelle)
Warum sie nun immer unverhohlener in diese politische Ecke gestellt wird, erschließt sich mir aus ihren umstrittenen Aussagen nicht. Während einer Pressekonferenz sagte sie wörtlich:
"Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch 'ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewe- gung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war 'ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusam- menhalt - das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben...."
Und kurz darauf zitiert die Bild am Sonntag Eva Hermann:
"Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, die ja auch vor dem Dritten Reich existiert haben, wie Familie, Kinder, und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, an- schließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in die- ser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft." (Quelle)
"Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch 'ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewe- gung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war 'ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusam- menhalt - das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben...."
Und kurz darauf zitiert die Bild am Sonntag Eva Hermann:
"Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, die ja auch vor dem Dritten Reich existiert haben, wie Familie, Kinder, und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, an- schließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in die- ser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft." (Quelle)
Das kann man als dumm, falsch und reaktionär betrachten, auch als Geschichtsklitterung und Verharmlosung der nationalsozialistischen Familienpolitik. Den Zirkus, der momentan deswegen stattfindet, ist für mich jedoch im Hinblick auf unseren Umgang mit sehr viel be- denklicheren öffentlichen Aussagen nicht nachvollziehbar. Hinlänglich bekannt ist, daß Edmund Stoiber 1988 im Gespräch mit Journalisten vor einer "multinationale[n] Gesellschaft auf deutschem Boden, durchmischt und durchrasst" warnte; seiner politischen Karriere hat diese handfeste Entgleisung nicht geschadet. Und letzten Samstag hat der CSU-Kandidat für die Münchner OB-Wahl Josef Schmid die rot-grüne Stadtregierung in einer Rede mit Ungeziefer verglichen: "Ude und Rot-Grün sind [...] wie die Laus in der Mähne des baye- rischen Löwen. [...] Es ist höchste Zeit, dass wir mit der Entlausung des bayerischen Löwen beginnen!" (Quelle) Überhaupt häufen sich solche Ungeziefer-Vergleiche in den letzten Jahren (man erinnere sich an Münteferings Heuschrecken-Metapher) und scheinen schon beinahe salonfähig zu sein - empört sind jedenfalls fast ausschließlich die unmittelbar Betroffenen, obwohl die Schädlingspolemik im Dritten Reich zweifellos mehr Unheil angerichtet hat als die Reduzierung der Frau auf die Rolle der Mutter.
Es geht mir nicht darum, Eva Hermans Ansichten zu verteidigen, sondern die eingangs angesprochene Frage nach der Verhältnis- mäßigkeit zu stellen. Wer wie Senta Berger gestern abend bei Johannes B. Kerner nicht bereit ist, sich mit jemandem wie Frau Herman in ein Studio zu setzen, der sollte auch die Gegenwart von Edmund Stoiber oder Franz Müntefering nicht ertragen können. Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, daß einer dieser beiden Herren jemals vor laufender Kamera und unter anhaltendem Applaus aus einer Talkshow rausgeschmissen wurden. Daher stellt sich mir die Frage, ob die allerorten aufbrandende Empörung nicht eher dem unzeitgemäßen Gesellschaftsbild der Eva Herman als ihren dämlichen Aussagen über das Dritte Reich gilt, letzteres also vor allem als willkommener Aufhänger für die Kritik an ersterem dient. Das wiederum wäre nicht nur eine Bestätigung für Godwins Gesetz, sondern wirft auch ein schlechtes Licht auf unseren Umgang mit abweichenden Meinungen. Man muß die Ansichten der Herman zur Rollenverteilung (wohlgemerkt: nicht die Ansichten zum Dritten Reich) nicht gut heißen; in einer pluralistischen Gesellschaft muß man sie jedoch ertragen können, ohne eine TV-Hinrichtung wie die von gestern abend zu inszenieren.
Und wenn sich Spiegel Online schließlich nicht entblödet, einen Artikel mit "Eva Herman: Kultfigur für Katholiken" zu betiteln, weil 700 der fast 26 Millionen Katholiken in unserem Land auf einem Kongreß einen Vortrag der Ex-Moderatorin beklatscht haben, fällt mir eigentlich nur noch eine Frage ein: bin ich ein Neonazi, weil ich mehrfach (und vor Zeugen!) mit meinem katholischen Vater an einem Tisch gesessen habe? Vielleicht sollte ich mich schleunigst von ihm distanzieren - nur, um ganz sicher zu gehen...
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